Bärentraubenblätter (Arctostaphylos uva-ursi) gehören zu den ältesten Pflanzenmitteln gegen Blasenentzündungen. Ihr wichtigster Inhaltsstoff ist Arbutin, das im Körper zu antibakteriell wirkendem Hydrochinon umgewandelt wird.
Wie Bärentraube wirkt
Nach der Aufnahme wird Arbutin über die Nieren in den Harn ausgeschieden und dort in die aktive Form überführt. In den Harnwegen hemmt es das Wachstum von Bakterien – die Wirkung entfaltet sich also genau dort, wo der Infekt sitzt.
Anwendung & Hinweise
- Als Tee oder Fertigpräparat nach Packungsangabe, meist über wenige Tage.
- Nicht länger als etwa eine Woche und höchstens einige Male pro Jahr anwenden.
- Manche Quellen empfehlen einen eher basischen Urin für die beste Wirkung.
Vorsicht & wann zum Arzt
Wegen des Hydrochinons ist Bärentraube nur zur Kurzzeitanwendung gedacht und für Schwangere, Stillende und Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet. Bei Fieber, Flankenschmerz, Blut im Urin oder ausbleibender Besserung ist ärztliche Behandlung erforderlich.
Häufige Fragen
Wie lange darf ich Bärentraube nehmen? In der Regel nur wenige Tage und nicht mehr als einige Anwendungen pro Jahr.
Für wen ist Bärentraube nicht geeignet? Für Schwangere, Stillende und Kinder – hier sollte auf andere Maßnahmen ausgewichen werden.